Narkose beim Kangal

WICHTIG!!! Wer einen Kangal besitzt, der operiert oder aus anderen Gründen sediert werden muss, sollte unbedingt vorher mit dem Tierarzt sprechen.

Für Kangals ist das Narkoserisiko besonders hoch, da sie durch ihren verlangsamten Stoffwechsel oft überempfindlich auf Beruhigungsmittel und Narkosen reagieren. Die Dosierung von Narkotika anhand der Körpergröße und des Gewichtes zu berechnen ist beim Kangal absolut falsch! Beim Kangal reicht z.B. oft schon ein Drittel der so errechneten Dosis des Beruhigungsmittels aus. Die Dosis sollte bei Bedarf nur vorsichtig erhöht werden. Schon eine geringfügig erhöhte Dosis kann dann dafür sorgen, dass ein Kangal nicht mehr aus der Narkose erwacht!

Gute Erfahrungen bestehen bei Narkosen, die mit Propofol (auf Anpassung der Dosis hinweisen) eingeleitet und dann über eine Intubation mit Narkosegas reguliert werden.

Auf keinen Fall sollten, zusätzlich zur Einleitung mit Propofol, Medikamente mit dem Wirkstoff Acepromacin verabreicht werden, den der Kangal nicht verträgt!!! Medikamente mit diesem Wirkstoff werden häufig zusammen mit Propofol eingesetzt! Da leider immer noch viele Tierärzte und selbst Tierkliniken nicht über diese Problematik informiert sind, ist unbedingt zu empfehlen, als Halter darauf hinzuweisen.