In Rumänien, Ungarn, Ex-Jugoslavien oder wo auch immer Strassenhunde leben, gibt es Menschen, die erkannt haben, dass es durchaus lukrativ ist, sich mit selbigem zu beschäftigen.
Sei dies um Rettungsstationen, Vermittlungen oder einfach Tierheime aufzumachen und dann entweder durch Spenden oder Verkäufe der Tiere Geld zu machen...

Der Gutmensch, dem erbärmliche Fotos von armen Hunden gezeigt werden gemixt mit herzerwärmenden Geschichten vom leidenden Hund, kann es meist kaum erwarten, bis sein Hundi zusammengepfercht mit 20 anderen Hunden im Transporter hier ankommt.

Was man aber nicht erzählt ist,

…dass solche Organisationen gezielt Hunde zusammensuchen, um sie dann unter der Begründung “Schutzgebühr“ zu verkaufen.
…dass absichtlich Verpaarungen gemacht werden, um dann die Welpen ins Ausland zu verkaufen.

Und spätestens, wenn man mit diesen Hunden arbeitet und jeder 2. Halter die selbe herzergreifende Geschichte erzählt (meist wurde der Hund in einem Müllsack oder in einer Mülltonne gefunden) fängt man an zu überlegen...

Der Hundefreund im Inland kann sich kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die knallharte Geschäfte machen auf Kosten der Tiere. Er kann sich nicht vorstellen, dass manche Organisationen ihre Existenz und ihre Verkaufsstrategie auf einem Lügengebilde aufgebaut haben und gezielt mit Schlagworten (die immer die selben sind) auf Kundenfang gehen.

Das Ganze geht über bestochene Tierärzte, die falsche Papiere ausstellen und angebliche Behandlungen vortäuschen, bis hin zu lokalen Politikern, die geschmiert werden, damit alles läuft...

Problematisch wird das Ganze dann, wenn solche Hunde hier ankommen.
Mit der grossen Freiheit der Strasse aufgewachsen und dann in einer 2 Zimmerwohnung in der zivilisierten Grossstadt leben “müssen“, weil irgendjemand im Ausland ein bisschen Geld machen wollte.
Die Tiere kommen häufig krank, mit Parasiten befallen, schlecht sozialisiert und teilweise sogar mit gefälschten Papieren hier an.
Welche Mühen und Kosten dann entstehen, bedenken die Halter meistens nicht.

Und so kann es passieren, dass Auslands “Heimhunde“ zu Inlands “Heimhunden“ werden und man im Endeffekt nichts anderes getan hat, als das “Problem“ zu verlagern, den Produzenten Geld einzubringen und die ganze Betrügerei zu unterstützen und das alles aus Liebe zum Tier. Liebe, die oft blind macht und einem offensichtliche Sachen nicht sehen lässt.

Der Richtigkeit halber muss gesagt werden:
Ja, es gibt anständige Organisationen und Leute, die sich im Ausland sinnvoll engagieren!
ABER: Das ist die Ausnahme und nicht die Mehrheit. Es wird ein Geschäft gemacht mit der Gutgläubigkeit der Leute auf Kosten der Hunde und das muss man sich bewusst machen, bevor man einen solchen Hund hier her holt.

 Viele unserer Kunden haben Tierschutzhunde, deshalb schreiben wir diesen Artikel. Wir hören die Geschichten fast tagtäglich und  immer wieder fällt der Satz „Man hat uns von vorne bis hinten belogen und als wir Hilfe brauchten war keiner mehr erreichbar„. 

Wie hilft man denn richtig?

Nun, wer unbedingt helfen will, sollte darüber nachdenken, solche Organisationen vor Ort zu besuchen und sich alles anzuschauen, kritische Fragen zu stellen und den Mut haben, Dinge zu hinterfragen.
Man sollte sich auch die Hunde anschauen und den jeweiligen Kandidaten VOR ORT kennenlernen, nicht erst, wenn er hier aus dem Transporter geladen wird. Und vor allem sollte man nicht alles glauben, was einem erzählt wird...

In manchen Ländern sind 100.- € ein ganzer Monatslohn, bei 10-20 vermittelten Hunden im Monat kommt da schon ein recht gutes Einkommen zusammen, für welches sich so mancher Organisationsbetreiber einiges an dramatischen Geschichten aus dem Hut zaubert.

Um noch einmal klar zu machen, was dieser Text aussagen will:
Hunden zu helfen, ist eine gute Sache! Aber Menschen, die Geld verdienen wollen, alles zu glauben, was sie erzählen, ist dumm. Benutzt euer Hirn und denkt klar und logisch über alles nach, bevor ihr euch einlullen lasst! Prüft die Aussagen und kontrolliert lieber 2 Mal, ob alles mit rechten Dingen zu geht. Seid ein bisschen misstrauischer. Es gibt auf dieser Welt zu viele Wölfe im Schafspelz, die den ganzen Tag auf Leute wie euch warten… Leute mit grossen Herz und dem blinden Willen, zu helfen.